Sichten und erstes Entkernen unseres VW T3

Fiona lacht im Innenraum des VW T3, hinter ihr Fahrersitz und ein Hängeschrank mit Haken

Endlich steht er in unserer Halle. Heute hat Fiona die Handschuhe an, und gleich am ersten Samstag fliegt der ganze Innenausbau des Vorbesitzers raus. Dazu gibt es ein Radio-Drama und eine Überraschung von der Bundeswehr.

Nach Werkstatt-Diagnose und ersten Reparaturen darf Sgt. KoNe in unsere eigene Halle umziehen. Eine Heizung haben wir nicht – das merken wir sofort. Minus fünf Grad, dicke Jacke, los geht’s.

Fiona freut sich über den Bulli in der Halle
Erstes Halle-Selfie. Eiskalt, aber unbezahlbar.

Was uns drin erwartet

Erst räumen wir alles aus, was nicht angeschraubt ist. Dabei erleben wir zwei angenehme Überraschungen:

  • Der Bulli hat schon zwei Drehsitze. Die hätten wir sonst nachrüsten müssen.
  • Das Staufach im Boden ist erstaunlich groß.
  • Drehsitz im VW T3
  • Stauchfach im Boden
    Drehsitz und Stauchfach — zwei Geschenke vom Vorbesitzer.

Entkernen mit System

Dann kommt die Seitenverkleidung dran. Fiona steckt jede einzelne Schraube in eine Tüte und beschriftet sie. Wir wissen ja noch nicht, welche wir wieder brauchen und welche fliegen.

Fiona schraubt im Bulli Innenraum
Methodisch: jede Schraube ihre Tüte, jede Verkleidung ihr Etikett.

Die alte Seitenverkleidung heben wir als Schablone auf. Die neue soll später per CNC oder CO2-Cutter geschnitten werden.

  • Bulli-Innenraum komplett ausgebaut
  • Teilentkernter Bulli
  • Fiona lacht beim Entkernen
    Vorher, mittendrin, danach. Plus: gute Laune.

Das Radio-Drama

Das alte Radio wollte uns der TÜV-Prüfer kürzlich nicht als „zeitgenössisch“ durchgehen lassen. Also raus damit. Beim Ausbau fliegt es mir buchstäblich entgegen: Was davon übrig ist, ist kaum noch ein Radio.

  • Thorsten beim Radio-Ausbau
  • Radio-Kabel-Salat
    Radio raus. Was an Kabeln dran hing — Restposten.

Übrigens hat uns derselbe TÜV-Prüfer vorsorglich beschieden: „Ohne Rückbank kein H-Kennzeichen.“ Äh, der Transporter hatte nie eine. Manchmal weiß man nicht, ob man weinen oder lachen soll.

Die Bundeswehr-Bestätigung

Unter der Service-Klappe hat Sgt. KoNe noch eine Überraschung für uns:

Original Bundeswehr-Kennung
ANTI-FRZ · 0-10-89 — Originalkennung der Bundeswehr.

ANTI-FRZ · 0-10-89

Nach kurzer Recherche wissen wir es: Sgt. KoNe war bei der Panzerabwehr. Damit wäre die olivgrüne Lackierung kein Zufall mehr, und der Spitzname „Sargent“ hätte sich quasi selbst gewählt.

Was sonst noch ansteht

Nebenbei: Die Abdeckung der Zusatzheizung ist defekt, eine neue ist schon bestellt. Armaturenbrett und Sitze haben ebenfalls gelitten – die Suche nach Ersatz beginnt.

Vor uns steht jetzt eine fast leere Hülle. Bevor wir aber mit dem Innenausbau loslegen, brauchen wir noch eines:

ein Kennzeichen.