Sichten… und erstes Entkernen
Unser BulliEndlich steht er in unserer Halle. Heute hat Fiona die Handschuhe an — und gleich am ersten Samstag fliegt der ganze Vorbesitzer-Innenausbau raus.
Nach Werkstatt-Diagnose und ersten Reparaturen darf Sgt. KoNe in unsere eigene Halle umziehen. Heizung haben wir nicht — das werden wir gleich merken. Minus fünf Grad, dicke Jacke, los geht’s.

Was uns drin erwartet
Erst räumen wir alles aus, was nicht angeschraubt ist. Dabei erleben wir zwei angenehme Überraschungen: Der Bulli hat schon zwei Drehsitze — die hätten wir sonst nachrüsten müssen. Und das Stauchfach im Boden ist erstaunlich groß.


Dann kommt die Seitenverkleidung dran. Fiona schraubt jede einzelne Schraube in eine Tüte und beschriftet sie. Wir wissen ja noch nicht, welche wir wieder brauchen — und welche fliegen.

Die alte Seitenverkleidung wird als Schablone aufbewahrt — die neue soll später per CNC oder CO2-Cutter geschnitten werden.



Das Radio-Drama
Das alte Radio wollte uns der TÜV-Prüfer kürzlich nicht als „zeitgenössisch“ durchgehen lassen — also raus damit. Beim Ausbau fliegt es mir buchstäblich entgegen: Was davon übrig ist, war kaum noch ein Radio.


Übrigens: Derselbe TÜV-Prüfer hat uns prophylaktisch beschieden „Ohne Rückbank kein H-Kennzeichen“. Ähm, der Transporter hatte nie eine. Manchmal weiß man nicht ob man weinen oder lachen soll.
Die Bundeswehr-Bestätigung
Unter der Service-Klappe hat Sgt. KoNe noch eine Überraschung für uns:

ANTI-FRZ · 0-10-89
Nach kurzer Recherche wissen wir es: Sgt. KoNe war bei der Panzerabwehr. Damit wäre die olivgrüne Lackierung kein Zufall mehr — und der Spitzname „Sargent“ hätte sich quasi selbst gewählt.
Nebenbei: Die Abdeckung der Zusatzheizung ist defekt, eine neue ist schon bestellt. Armaturenbrett und Sitze haben ebenfalls gelitten — die Suche nach Ersatz beginnt.
Vor uns steht jetzt eine fast leere Hülle. Bevor wir aber mit dem Innenausbau loslegen, brauchen wir noch eines:
ein Kennzeichen.