Der erste Kontakt
Unser BulliManchmal wartet ein Bulli jahrelang darauf, dass die Sterne richtig stehen. Unserer hat genau das gemacht — geduldig, bis Anfang September 2020 alles passte.
Schon Jahre vorher hatte ich in einer Männerrunde erzählt, dass ich für einen Freund einen VW T3 suche. Ein alter Bekannter winkte ab und meinte: „Bei meiner Freundin steht noch einer rum, geerbt vom Vater.“ Er schickte zwei Bilder — danach wurde es ruhig.

Ich hakte über die Jahre immer mal nach, aber zu einer Besichtigung kam es nie. Klassisch — man kennt sich, man verspricht sich, man vergisst sich.
2020 dreht sich der Spieß: Plötzlich suche ich selbst einen T3 — als eigenes Camper-Projekt. Anfang September laufe ich beim Fußball wieder genau diesem Freund über den Weg, und diesmal kommt er auf mich zu:
Willst du dir den Bulli jetzt mal ansehen?
Aber klar. Termin für den nächsten Tag. Endlich.
Die Besichtigung
Fiona und ich fahren raus, sehen den alten Kameraden zum ersten Mal live. Zehn Jahre Standzeit sieht man ihm an — verdreckt, mit den üblichen Rost-Stellen am Schweller, am Auspuff und in den Trägern. Aber die Substanz wirkt solide, der Innenraum ist ausräumbar.

Wir gehen einmal komplett um ihn herum. Auspuff: alt, aber dran. Radhäuser: angerostet, nicht durch. Daempfer: gehen erstmal so. Dann kurz innen — Beifahrersitz noch da, Lenkrad griffig.



Bedenkzeit: kurz. Am nächsten Tag wird alles offiziell gemacht. Aus dem stillgelegten T3 wird ab heute unser Projekt — und der bekommt zu Hause auch direkt einen Namen, aber das hatten wir ja schon im letzten Kapitel.
Eine Woche später organisieren wir den Hänger. Es geht zur Werkstatt unseres Vertrauens.