Kapitel 04 2 Min Lesezeit

Sichten… und erstes Entkernen

Unser Bulli

Endlich steht er in unserer Halle. Heute hat Fiona die Handschuhe an — und gleich am ersten Samstag fliegt der ganze Vorbesitzer-Innenausbau raus.

Nach Werkstatt-Diagnose und ersten Reparaturen darf Sgt. KoNe in unsere eigene Halle umziehen. Heizung haben wir nicht — das werden wir gleich merken. Minus fünf Grad, dicke Jacke, los geht’s.

Fiona freut sich über den Bulli in der Halle
Erstes Halle-Selfie. Eiskalt, aber unbezahlbar.

Was uns drin erwartet

Erst räumen wir alles aus, was nicht angeschraubt ist. Dabei erleben wir zwei angenehme Überraschungen: Der Bulli hat schon zwei Drehsitze — die hätten wir sonst nachrüsten müssen. Und das Stauchfach im Boden ist erstaunlich groß.

Drehsitz im VW T3
Stauchfach im Boden
Drehsitz und Stauchfach — zwei Geschenke vom Vorbesitzer.

Dann kommt die Seitenverkleidung dran. Fiona schraubt jede einzelne Schraube in eine Tüte und beschriftet sie. Wir wissen ja noch nicht, welche wir wieder brauchen — und welche fliegen.

Fiona schraubt im Bulli Innenraum
Methodisch: jede Schraube ihre Tüte, jede Verkleidung ihr Etikett.

Die alte Seitenverkleidung wird als Schablone aufbewahrt — die neue soll später per CNC oder CO2-Cutter geschnitten werden.

Bulli-Innenraum komplett ausgebaut
Teilentkernter Bulli
Fiona lacht beim Entkernen
Vorher, mittendrin, danach. Plus: gute Laune.

Das Radio-Drama

Das alte Radio wollte uns der TÜV-Prüfer kürzlich nicht als „zeitgenössisch“ durchgehen lassen — also raus damit. Beim Ausbau fliegt es mir buchstäblich entgegen: Was davon übrig ist, war kaum noch ein Radio.

Thorsten beim Radio-Ausbau
Radio-Kabel-Salat
Radio raus. Was an Kabeln dran hing — Restposten.

Übrigens: Derselbe TÜV-Prüfer hat uns prophylaktisch beschieden „Ohne Rückbank kein H-Kennzeichen“. Ähm, der Transporter hatte nie eine. Manchmal weiß man nicht ob man weinen oder lachen soll.

Die Bundeswehr-Bestätigung

Unter der Service-Klappe hat Sgt. KoNe noch eine Überraschung für uns:

Original Bundeswehr-Kennung
ANTI-FRZ · 0-10-89 — Originalkennung der Bundeswehr.

ANTI-FRZ · 0-10-89

Nach kurzer Recherche wissen wir es: Sgt. KoNe war bei der Panzerabwehr. Damit wäre die olivgrüne Lackierung kein Zufall mehr — und der Spitzname „Sargent“ hätte sich quasi selbst gewählt.

Nebenbei: Die Abdeckung der Zusatzheizung ist defekt, eine neue ist schon bestellt. Armaturenbrett und Sitze haben ebenfalls gelitten — die Suche nach Ersatz beginnt.

Vor uns steht jetzt eine fast leere Hülle. Bevor wir aber mit dem Innenausbau loslegen, brauchen wir noch eines:

ein Kennzeichen.